ASJ-Protest gegen Gewerkschaftsverbot

Berlin/ccphoto — Gegen das faktische Gewerkschaftsverbot der berliner Sektion der Freien Arbeiterinnen und Arbeiter Union (FAU) protestierten heute Anhänger der Anarchosyndikalistischen Jugend vor dem Kino Babylon in Berlin-Mitte. In Redebeiträgen wurden die Rollen der Gewerkschaft ver.di sowie der Linkspartei in dem Konflikt scharf kritisiert. Die Kundgebung fand im Rahmen eines internationalen Aktionstages durchgeführt, am 29. und 30. fanden weltweit Protestveranstaltungen gegen die Einstweilige Verfügung des Amtsgerichtes Berlin, welche der FAU Berlin untersagt sich Gewerkschaft oder Basisgewerkschaft zu nennen: In Bratislawa protestierten Anhänger der Basisgewerkschaft Priama Akcia vor der deutschen Botschaft, in Thessaloniki versammelten sich Anhänger der anarchosyndikalistischen Gewerkschaft E.S.E.. In Brüssel gab es eine Kundgebung vor der deutschen Botschaft, in Philadelphia versammelten sich Wobblies vor dem deutschen Konsulat und übergaben eine Protestnote, in Marseille protestierte die CNT vor dem Generalkonsulat. Die FAU Bern demonstrierte am Bahnhof von Bern, vor der deutschen Botschaft in London versammelte sich die anarchosyndikalistische Gewerkschaft Solidarity Federation, in Athen wurde eine Protestkundgebung vor der deutschen Botschaft, welche durch MAT-Sondereinheiten der Polizei abgeriegelt war durchgeführt. In Barcelona, Granada, Valencia und Bilbao protestierte die CNT gegen das Verbot, in Kopenhagen versammelten sich die Libertære Socialister København vor der deutschen Botschaft um ein Protestschreiben zu übergeben, in Oslo protestierte die anarchosyndikalistische Gewerkschaft NSF-IAA vor dem Goethe-Institut und in Dhaka (Bangladesh) führte die TextilarbeiterInnen-Gewerkschaft National Garment Workers Federation eine Protestversammlung durch. Anhänger der anarchosyndikalistischen Gewerkschaft FAU versammelten sich in Bonn, Darmstadt, Duisburg, Düsseldorf, Hannover, Hamburg, Münster, Nürnberg und Recklinghausen.

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Erstellt am Sonntag 31. Januar 2010
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Podiumsdiskussion: „Neue Formen von Arbeit und kollektiver Organisierung“

Berlin/ccphoto — Anlässlich des de-facto Gewerkschaftsverbotes der berliner sektion der Freie Arbeiterinnen und Arbeiter Union (FAU) veranstaltete die FAU Berlin eine Podiumsdiskussion zum Thema „Neue Formen von Arbeit und kollektiver Organisierung“. Neben Vertretern der FAU Berlin nahmen Prof. Bodo Zeuner, Dr. Renate Huertgen, Jochen Gester, Willi Hajek sowie ein Vertreter der FAU-Betriebsgruppe des Kino Babylon teil.

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Erstellt am Sonntag 31. Januar 2010
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FAU Berlin: Verboten kämpferisch

Berlin/ccphoto — In Berlin demonstrierten heute 300 Anhänger der Freien Arbeiterinnen und Arbeiter Union (FAU) gegen das faktische Gewerkschaftsverbot der Berliner Ortsgruppe. Der FAU Berlin war per einstweiliger Verfügung untersagt worden, sich als Gewerkschaft oder Basisgewerkschaft zu bezeichnen (ccphoto berichtete). In Redebeiträgen wurde das Gerichtsurteil scharf kritisiert und als illegitimer Eingriff in die verfassungsmäßige Gewerkschaftsfreiheit bezeichnet. Den Betreibern des Kinos wurde symbolisch ein Maggie-Thatcher-Preis verliehen, in Anlehnung an die gewerkschaftsfeindlichen Aktivitäten der britischen Politikerin. Am Ende der Demonstration, die laut und kämpferisch, aber stets friedlich war, wurde ein Teilnehmer vorläufig festgenommen, vorgeblich wegen Vermummung – dass das Thermometer auf unter 13 °C gefallen war und dass es da normal ist, das Gesicht auch mal ein wenig tiefer in den Schal zu stecken schien uninteressant zu sein.

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Erstellt am Samstag 19. Dezember 2009
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