Gedenkdemo für Pogromnacht

Berlin/ccphoto – 71 Jahre nach den Pogromen gegen jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger im Jahr 1938, welche den Auftakt für die nationalsozialistischen Massenmorde der Shoah werden sollten, versammelten sich gestern, am 9. November ca. 800 Menschen in Moabit. Auftakt war das Mahnmal an der ehemaligen Synaoge in der Levetzowstraße, in Redebeiträgen erinnerten unter anderem der Überlebende der Shoah Peter Neuhof und der Vorsitzende der Berliner VVN-BdA Hans Coppi an jene, die den Terror der Nazis nicht überlebten und forderten ein sofortiges Verbot aller neonazistischen Organisationen.

Die Demonstrationsroute ging durch Moabit zur Putlitzbrücke und orientierte sich an dem Weg, den die Jüdinnen und Juden aus dem Zwischenlager gehen mussten, als das die Synagoge von den Nationalsozialisten missbraucht wurde. In der Gotzkowskystraße wurde der Demonstrationszug kurz von einer Gruppe Oi!-Skins provoziert und beleidigt, die Situation blieb jedoch friedlich. Die Provokateure erhielten Platzverweise durch die Polizei. An der Putzlitzbrücke, wo ein weiteres Mahnmal an die Deportation von Jüdinnen und Juden erinnert wird, endete die Demonstration nach zweieinhalb Stunden in strömendem Regen.

Hochauflösende Fotos sind auf Anfrage erhältlich.

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